Wer sind die wahren Mörder, wer die Opfer?

Soldaten werden in Kämpfe getrieben und bringen Menschen um. Sind sie die Mörder? Oder nicht doch die Regierungen, die diese Kämpfe anordnen? „Die Deutschen“ werden zu Tätern gestempelt – alle. Sippenhaftung. Und was ist mit anderen Ländern und Regierungen die Kriege beginnen – wie den „war on terror“? Die Geschichte schreiben eben immer die Sieger.

Autorin: Julia Szarvasy

Julia Szarvasy: „Alle müssen in den Krieg, weil es nun einmal beschlossen ist“

Jeder im Krieg ermordete Mensch ist einer zuviel. Egal ob Russe, Vietnamese, Amerikaner, Israeli, Palästinenser, Afghane, Franzose oder Deutscher. Jeder Getötete hinterlässt eine eigene kostbare Welt, sein Leben, und trauernde Lieben, die den Toten für immer vermissen werden.

Egal welche Lügen, Versprechungen oder Drohungen die Soldaten in die Kämpfe treiben… unter dem Stahlhelm wird nicht mehr gedacht und gefühlt. Dem Soldat wird gelehrt, aufzuhören, Individuum zu sein, ihm wird beigebracht, den vermeintlichen Gegner ohne Reue zu ermorden. Er gehorcht.

Weib und Kind daheim wird erklärt, dies sei unvermeidlich, um Zuhause und Heimat zu verteidigen: Der Sohn, der Bruder, der Ehemann, der Vater, der Verlobte, der treue Freund, der freundliche Nachbar, sie alle MÜSSEN in den Krieg, weil er nun mal beschlossen wurde…. Sie müssen morden, weil man es ihnen nun einmal befiehlt.

Die wahren Mörder verbluten nicht auf Kriegsschauplätzen

Dabei sind die wahren Mörder jene, die nicht im Feld verbluten, die nicht nachts von Bomben zerfetzt werden, die nicht ihre Kinder verhungern sehen und die nicht täglich um das Leben ihrer Liebsten bangen müssen…. Die wahren Mörder…. ach, wir alle wissen, wer sie sind… Die wahren Mörder begehren das Land, die Absatzmärkte, die Rohstoffe, den strategischen Standort des „Feindeslands“. Um es zu bezwingen, ist jede Lüge recht und billig. Eigentlich ist die Welt nicht so schwer zu begreifen…

Aber manche begreifen noch immer nicht:

„BOMBEN FLIEGEN GROßER KNALL SO IST DRESDNER KARNEVAL“. So lautete am Faschings-Dienstag ein Transparent vor der Semperoper in Dresden.

Altstadt von Dresden nach den Bombennächten 1945: Verhöhnung der Opfer durch Transparent am Faschingsdienstag

21.000 bis 500.000 (die Opferzahl ist umstritten) ermordete Frauen, Kinder, Greise und Flüchtlinge, die im Feuersturm der Bombennächte in Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 und dann auch noch im März/April ihr Leben ließen. Deren trauernden Angehörigen und Nachkommen werden von den Trägern und Unterstützern dieses Transparents verhöhnt.

Aber laut einiger Zeitgenossen sind „Deutsche(!) Täter_innen“ keine Opfer. Punkt.

Hitler hat den Holocaust und den zweiten Weltkrieg zu verantworten. Und mit ihm, quasi in Sippenhaft, das gesamte deutsche Volk.

Wer ist Täter im „war on terror“?

Wenn man dieser Logik folgt, sind alle Menschen immer dann automatisch Täter, sobald sich deren Regierung strafbar macht.

Wie ist das eigentlich beim „War on terror“, der seit 1990 vier Millionen Moslems das Leben gekostet hat?
(Oder wie ist es mit den Abertausenden, die täglich verhungern, weil der Westen seinem Wohlstand und Lebensstandard frönt? Aber das ist eine andere Geschichte.)

Kinder als Opfer im Irakkrieg: Sind nicht die NATO-Staaten alle Mörder der toten Kinder in Irak, Afghanistan, Iran, Pakistan?

Sind die amerikanischen und neuerdings europäischen Bürger der NATO-Staaten nun nicht auch alle Täter der toten Kinder im Irak, in Afghanistan, im Iran, in Pakistan…

Oder sind Täter grundsätzlich nur Deutsche im Bezug auf die NS-Vergangenheit?

Das würde zumindest erklären, weshalb man der Bomben-Opfer von Hiroshima und Nagasaki international im großen Stil gedenken darf (obwohl Japan sogar Verbündeter Hitlerdeutschlands war), bei Dresden aber regelmäßig Befindlichkeiten angemeldet werden und das alljährliche Gedenken stets von Parallelveranstaltungen begleitet wird.

Wer einmal Täter laut der Denke einiger zumeist Linker war, ist es auch jetzt und bis in alle Ewigkeit… Vergebung gibt es nicht für Deutsche.

Sind die Belgier, die Ende des 19. Jahrhunderts 10 Millionen Afrikaner auf dem Gebiet des heutigen Kongo ermordet haben, auch heute noch alle Täter? Nein, denn Leopold der Zweite war ja Monarch und somit nicht gewählt.

Für Deutsche gibt es kein Vergeben und kein Gedenken

Die Deutschen aber haben Hitler und die NSDAP ja gewählt. (Alle, auch die Kinder!) Wir lernen zwar heute in der Schule, wie die Propaganda damals arbeitete, dass die Menschen, unsere Vorfahren, in Nazi-Deutschland getäuscht, manipuliert, gedrillt und belogen wurden und nicht jeder Deutsche ein rassistisches Arschloch war. Dass Hitler als einzige vermeintliche Hoffnung galt nach der (so empfundenen) „Schmach von Versailles“. Dass auf Fahnenflucht die Todesstrafe folgte und dass den Menschen wie jedem Volk, das sich im Krieg befindet, erzählt wurde, das „Richtige“ zu tun…. Aber das alles entbindet sie aus heutiger Sicht nicht von ihrer immerwährenden Schuld.

Auch nicht die unzähligen deutschen Nicht-Hitler-Wähler, auch nicht die Unpolitischen, nicht mal die Kinder. Für Deutsche gibt es kein Vergeben… und somit kein Gedenken. Das Gedenken wird mehr und mehr aus dem öffentlichen Raum und dem Bewusstsein der jungen Generation getilgt, während „unsere“ Gräueltaten postuliert werden, was auf der einen Seite das Selbstbewusstsein und Gewissen deutscher Schüler schon im Kindesalter belastet und sie schlimmstenfalls zu Antideutschen erzieht und auf der anderen Seite soviel Zorn über die empfundene Ungerechtigkeit hervorruft, dass ein übersteigertes, trotziges Nationalbewusstsein entsteht.

Beides ist pathologisch und der Kampf zwischen diesen Lagern vorherbestimmt. Wie erleben derzeit, wie er tobt und wie er durch unsere tollen Medien eher angefeuert statt besänftigt wird…

World Trade Center 9/11: Zweifel an offizieller Version nur Verschwörungstheorie?

Zum Abschluss: Die Historikerkommision hat „geklärt“ (also sie hat bei den Alliierten angefragt), wieviele Tote es in Dresden gab, welches das Motiv war und ob Phosphor eingesetzt wurde (natürlich nicht, räusper).

Die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse wird von ungezählten Zeitzeugen bezweifelt. Aber auch das Bezweifeln erfüllt für unsere gegenwärtige Politik und die Kollegen bei den „Antifaschisten“ den Tatbestand des „rechts-Seins“.

Ebenso übrigens wie es Menschen den Ruf des „Verschwörungstheoretikers“ einbringt, wenn sie den „9/11 Commision Report“ anzweifeln.

Ich hab von Historikern mal eine hohe Meinung gehabt, von der Antifa auch… Aber dieser Tage geht bei mir beides flöten. Warum darf man nicht AUCH der deutschen unschuldig Getöteten gedenken und warum darf man die offizielle Geschichtsschreibung nicht hinterfragen, wenn es offensichtlich Unstimmigkeiten gibt?

Die Geschichte schreiben eben die Sieger, das ist doch eigentlich Konsens.

Wenn wir aufhören, zu hinterfragen und wenn wir Menschen von vornherein in gut und böse einteilen, sind wir dann nicht genauso wie die Getäuschten und die willigen Mitläufer einst unter Hitler?

PS. Ich fand einen sehr guten Film zu Dresden mit Originalaufnahmen und vielen Zeitzeugen. Ich hätte ihn hier gern verlinkt, aber dann sah ich, dass der entsprechende YouTube-Kanal auch rechte Themen anbietet… Ich verzichte daher mit knirschenden Zähnen, denn der richtige Film beim „falschen“ Anbieter ist auch schon ein Vergehen. Das musste ich lernen.