US-gesteuerte NGOs zerstören Europas Nationen (1)

NGOs schieben gerne Menschenrechte und gute Taten vor sich her. Doch dahinter verbirgt sich oft knallhartes politisches Kalkül, das „friedliche“ Umstürze und Regierungswechsel zum Ziel hat. Erfunden wurden die NGOs vom US-Geheimdienst CIA, der sie inzwischen weltweit verdeckt benützt, um die Interessen der US-Konzerne durchzusetzen.

Autor: Wolfgang Freisleben

Überall in Europa sind Nichtregierungsorganisationen (NGOs) am Werk. In der Regel geben sie den guten Zweck und Menschenrechte wie die Rettung von afrikanischen Flüchtlingen aus dem Mittelmeer als Handlungsmaxime vor. Auch bezeichnen sie sich gerne als „Zivilgesellschaft“.

Kratzt man jedoch an der Fassade, dann erhält man von den NGOs ein anderes Bild. Dieses vermittelt der geopolitische Analytiker F. William Engdahl in seinem neuen Buch „Geheimakte NGOs“. 

Er deckt auf, dass viele NGOs Teil eines gigantischen Projekts sind, das über Jahrzehnte hinweg von den Geheimdiensten der Vereinigten Staaten entwickelt wurde. Dabei wurde die Strategie der „Menschenrechtswaffe“ entwickelt: Wie man Menschenrechte für politische Zwecke manipuliert.

Ehemaliger US-Sicherheitsberater Brzezinski: Für ihn waren die europäischen Staaten amerikanische Vasallen

Auch die langjährigen „Alliierten“ in Westeuropa – vom ehemaligen US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski „Vasallenstaaten“ genannt – sind heute dieser durchaus aggressiven Strategie ausgeliefert. Sie bringt Umwälzungen in Gang, die die Bevölkerung in vielen Ländern Europas spaltet.

Doch wie die dramatischen Veränderungen in der kulturellen und sozialen Landschaft der Nationen zustande kamen, wird von den Mainstream-Medien verdeckt statt aufgedeckt.

Hinter den Kulissen sind in den meisten Fällen exklusive private NGOs mit der Agenda des Außenministeriums und der Geheimdienste der USA eng verbunden. Sie sorgen für ein Klima, mit dem politische Kurse verfolgt und sogar öffentlich begrüßt werden, die noch vor einem Jahrzehnt undenkbar gewesen wären. Auch für einen deutschen Kanzler oder andere europäische Politiker.

Deutschland wird, ähnlich wie zuvor viele Länder der Dritten Welt und Osteuropas, von besagten amerikanisch gelenkten NGOs durch ein riesiges sozialtechnisches Projekt umgestaltet. Die meisten der zahlreichen NGOs werden von dem Hedgefonds-Spekulanten George Soros mit engen Verbindungen zur Agenda des Auslandsgeheimdienstes CIA (Central Intelligence Agency) und des US-Außenministeriums finanziert – ganz im Sinn der „Neuen Weltordnung“ des im Vorjahr mit dem 7. Herz und der 4. Niere 101jährig verstorbenen reichsten Amerikaners David Rockefeller.

Verurteilter Straftäter Georg Soros als finanzieller Patron

Der von einem französischen Gericht wegen Insiderhandel verurteilte Milliardär George Soros ist der finanzielle Patron einer NGO-Agenda radikaler Umwälzungen mit dem Ziel der Zerstörung der „Nation“ in Deutschland und anderen EU-Ländern.

In letzter Zeit hat er Organisationen, die diese gesellschaftliche Umstrukturierung betreiben, mit hunderten Millionen steuerfreier Dollars versorgt, berichtet der Geopolitik-Experte

Hedgefonds-Spekulant George Soros: Beim Raubzug in Russland unter Boris Jelzin dabei

William Engdahl. Kein Wunder, dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán den chronischen Unruhestifter mit seiner privaten „Universität“ aus Budapest vertreiben will.

Begonnen hat es damit, dass den amerikanischen Milliardärs-Brüdern Rockefeller und ihren Verbündeten in der amerikanischen Finanz- und Militärindustrie die bloße Tatsache unerträglich erschien, dass der Staatssozialismus in der Sowjetunion und China über mehr als ein Fünftel der Landmasse der Erde und unermessliche Schätze in Form von Rohstoffen und anderen Ressourcen verfügte. Diese aber ihrem Zugriff entzog. Das war Grund genug, diese Länder mit einem neuen Feindbild zu dämonisieren.

Um die Systeme gewaltsam zu stürzen, war von den kriegsmüden Amerikanern kaum Zustimmung zu erwarten. Anfang 1983 überzeugte Reagans damaliger CIA-Direktor, William J. „Bill“ Casey, den Präsidenten daher, eine Art Schatten-CIA ins Leben zu rufen – eine scheinbar private NGO, die der öffentlichen Prüfung und Kritik entgehen sollte, von der damals der CIA wegen seiner aufgeflogenen internationalen Interventionen geplagt wurde.

Vorgehen wie die CIA, aber privat …

Colin Powell: Ihm gingen die Schurken aus, um gewaltsam neue Kriege anzufangen

Der damalige Vorsitzende des Generalstabs, Colin Powell, brachte dann nach Ende des Kalten Krieges 1989 ein anderes Dilemma gegenüber der Zeitung „Army Times“ wie folgt auf den Punkt: „Denkt mal gründlich darüber nach: Mir gehen die Schurken aus; mir gehen die Bösewichte aus…. Jetzt bleiben mir nur noch Castro und Kim Il Sung.“

Was die Elite in Washington daraufhin plante, ahnte fast niemand außer einem kleinen Kreis Eingeweihter in der CIA und dem US-Außenministerium sowie einigen hochrangigen Pentagon-Beamten und deren Verbündeten in regierungsnahen Thinktanks wie dem New Yorker Council on Foreign Relations (CFR).

In allen strategisch wichtigen Regionen der Welt sollten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf verdeckte Weise US-gefügige Regierungen an die Macht gebracht werden. Dafür wurde eine neue Waffe entwickelt: Scheinbar private NGOs, die insgeheim mit der CIA und dem Außenministerium verbunden waren und so eigentlich wie die CIA handeln sollten.

Die Parolen von „demokratischer Freiheit“ und „freier Marktwirtschaft“ könnten auf diese Weise statt wie zuvor mit Kriegen den US-Banken und amerikanischen multinationalen Konzernen Tür und Tor öffnen. Die anvisierten Staaten sollten durch „friedliche Revolutionen“ zu wirtschaftlichen Kolonien oder Vasallenstaaten der Vereinigten Staaten mutieren.

Die Kernorganisationen war dabei das National Endowment for Democracy (NED) und deren republikanisches Gegenstück, das Center for International Private Enterprise (CIPE). Letzteres erklärt, es fördere weltweit Demokratie „durch Privatwirtschaft und marktorientierte Reformen“, mit besonderem Augenmerk auf Ermittlungen zu Korruptionsfällen.

Allen Weinstein, Mitverfasser der Gründungsakte des NED, gab 1991 in einem Interview gegenüber der Washington Post freimütig zu: „Vieles von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren verdeckt von der CIA erledigt.“

Zu den Tochterorganisationen des NED zählt auch das National Democratic Institute for International Affairs (NDI), 1983 von Madeleine Albright zur angeblichen „Förderung von Demokratie in Entwicklungsländern“ gegründet. Sie amtierte 1999 während der illegalen Bombardierung Serbiens unter Bill Clinton als Außenministerin.

Penibel recherchiert beschreibt William Engdahl in seinem Buch, wie die einzelnen Brandherde in Europa, den arabischen Staaten Nordafrikas und im Mittleren Osten von NGOs angelegt und dann gezündet wurden.

Polen als erstes Ziel für den gewaltlosen Umsturz

Vor der Zerschlagung der Sowjetunion, des Warschauer Pakts und des kommunistischen Handelsbündnisses COMECON (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) wollte man in Washington zunächst einen Probelauf starten. Dafür wurde ein Land aufs Korn genommen, das als schwächstes Glied im gesamten Gefüge des Ostblocks galt: Polen.

Papst Johannes Paul II.: Geheimbündnis mit US-Präsident Ronald Reagan

Schon 1982 hatte Papst Johannes Paul II., der zuvor als Kardinal Karol Wojtyla Erzbischof von Krakau war, US-Präsident Ronald Reagan zu einer privaten Unterredung im Vatikan empfangen. Die beiden vereinbarten eine geheime Kampagne zur Zerschlagung des kommunistischen Warschauer Pakts. Richard Allen, Reagans erster Nationaler Sicherheitsberater, erklärte zu dieser Übereinkunft: „Das war eines der ganz großen Geheimbündnisse der Weltgeschichte.“ Man könnte es auch Verschwörung nennen.

Polen befand sich damals in einer miserablen wirtschaftlichen Situation. Ein dankbaes Opfer für die 1984 vom Hedgefonds-Spekulanten George Soros in Budapest gegründete Soros Foundation. Diese sollte sich zu einem wichtigen Werkzeug für die von Washington geplanten Regimewechsel entwickeln.

Zunächst verabreichte Soros in Zusammenarbeit mit Harvard-Professor Jeffrey Sachs Polen eine ökonomische Schocktherapie, wodurch sich die Lage der Bevölkerung weiter verschlechterte. Bei der Einführung der radikalen freien Marktwirtschaft spielte der Multimilliardär dann eine Schlüsselrolle.

Polen war das erste Zielland für den „Demokratie-Export“ nach US-Vorstellung geworden. Lech Walesa, der US-gesponserte Chef der Gewerkschaft Solidanosc, steuerte dann als US-Agent das Land mit hunderten amerikanischen Dollar-Milliarden aus dem Kommunismus.

Raubzug durch das russische Staatsvermögen

Nachdem der Staatsstreich in Polen gelungen war, verlagerten Soros, sein Harvard-Ökonom Jeffrey Sachs und die um das NED zentrierten NGOs als nächstes ihren Fokus von Polen und Osteuropa zur Sowjetunion selbst. Dort griffen Washingtons beflissene „Demokraten“ nach dem Hauptgewinn, der darin bestand, nach Zerschlagung des Staatenbundes der riesigen Sowjetunion gnadenlos den restlichen Zentralstaat, die Russische Föderation, auszuplündern. Die CIA, das NED und die Soros Foundation machten sich umgehend an Werk.

Ihr williges Opfer wurde der wegen seiner Alkoholexzesse berüchtigte Staatspräsident Boris Jelzin – das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt (1991 bis 1999) in der Geschichte Russlands. Er war jener Wegbereiter, mit dessen Hilfe vornehmlich Soros und seine jüdischen Freunde schließlich durch Massenprivatisierung Beute machen konnten .

Trunkenbold Boris Jelzin: Russisches Staatasvermögen an Soros & Co verschachert

Um Jelzin die Wiederwahl 1996 zu sichern, organisierten sechs US-Berater seinen Wahlkampf. Im Vorfeld der Wahlen war eine Gruppe von „Oligarchen“, hauptsächlich Bankiers und Finanzmagnaten, im Februar 1996 übereingekommen, Jelzin finanziell und organisatorisch zu unterstützen. So konnte das Jelzin-Lager etwa eine halbe Milliarde Dollar ausgeben, von denen rund 100 Millionen Dollar von privaten Spendern gestiftet wurden. Mit seiner Wiederwahl ging der  Ausverkauf des russischen Staatsvermögens weiter.

Am 31. Dezember 1999 erklärte Jelzin seinen Rücktritt und übergab die Regierungsgeschäfte an Ministerpräsident Wladimir Putin. Die gegenüber Putin loyalen Oligarchen wie Abramowitsch oder Wechselberg genießen ihren Reichtum bis heute unbehelligt. Die politisch zu ambitionierten wie Beresowski oder Gussinski wurden mit ihren Milliarden ins Exil entlassen.

Lediglich Michail Chodorkowski, zunächst vom Hausmeister und Bäckergehilfen in kürzester Zeit zum reichsten Russen mit geschätzten acht Milliarden Dollar aufgestiegen, musste wegen seiner aufrüherischen politischen Aktivitäten in einem sibirischen Straflager büßen.

Die zweitgrößte israelische Tageszeitung „Haarez“ zitiert in der Ausgabe vom 15.12.2005 den Hauptrabbiner von Moskau, Pinchas Goldschmidt: „Heute besitzen die Juden in Rußland so viel Macht und Geldeinfluss, wie nie zuvor“. Boris Jelzin und seine amerikanisch-russischen Wirtschaftsberater hatten es möglich gemacht. Sie waren Washingtons „Dream Team“, wie der damalige US-Finanzminister Larry Summers es ausdrückte.

(Fortsetzung folgt)