Migranten und Terror: Millionäre flüchten aus Europa

Migranten und Terror: Millionäre flüchten aus Europa. Allen voran aus Frankreich und Deutschland. Anschläge, Flüchtlingskrise und religiöse Konflikte haben dramatische Folgen. Das US-Außenministerium warnt sogar vor Reisen nach Europa.

Autor: Wolfgang Freisleben

US-Außenminister Rex Tillerson: Reisewarnung für Europa soll Amerikaner schützen

Die zunehmende Unsicherheit in der EU wird international mit Sorge registriert. US-Außenminister Rex Tillerson stuft ganz Europa bereits als potentiell gefährlich ein. Anfang Mai hat sein Ministerium wegen der anhaltenden Gefahr von Terroranschlägen sogar eine Reisewarnung für Europa herausgegeben.

Reisende sollten im kommenden Sommer vor allem Mitteleuropa und seine Sehenswürdigkeiten meiden. Da sei die Gefahr von Anschlägen besonders hoch.

Das Ministerium bezog sich auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, Russland, Schweden und Großbritannien. Die Extremisten-Milizen „Islamischer Staat“ (IS) und Al-Kaida hätten „die Fähigkeit, Terroranschläge in Europa zu planen und auszuführen“. Dabei geht es um terroristische Anschläge mit islamistischem Hintergrund.

Während die europäischen Mainstream-Medien die Entscheidung der US-Regierung als eine bewusste Herbeiführung eines Imageschadens werteten, genügt ein Blick in die jüngste Vergangenheit, um die Message aus Washington richtig einzuordnen. Nahezu monatlich, wenn nicht überhaupt wöchentlich kam es quer durch Europa zu zahlreichen blutigen Attentaten auf die Zivilbevölkerung durch radikale Islamisten. Zuletzt in Schweden, Großbritannien, Deutschland und Frankreich.

Erschossener Terrorist Walid Salihi: Islamisten sind jederzeit zu Anschlägen befähigt

Mehrmals rasten Terroristen mit einem Lkw in Menschenmengen oder schlugen fanatische Muslime mit Waffen zu. Mehr als Betonpfeiler zum Schutz für größere Menschenansammlungen aufzustellen, unternehmen aber weder die deutsche Willkommensregierung noch andere Länder. Vergewaltigungen durch Flüchtlinge bzw. Immigranten finden sich inzwischen fast täglich in den europäischen Gazetten, seit sich Polizei und Medien von den Regierungen nicht mehr den Maulkorb umhängen lassen.

Bei Reisen nach Europa rät das US-Außenministerium daher seinen Bürgern zu besonderer Aufmerksamkeit. Mögliche Ziele für Attentate seien neben Sehenswürdigkeiten auch Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufszentren, Regierungseinrichtungen, Hotels, Clubs, Restaurants, Parks und andere Örtlichkeiten.

Kein Land verlassen so viele Millionäre wie Frankreich

Auch auf die europäischen Bürger verfehlen die Horror-Meldungen ihre Wirkung nicht. Wer es sich leisten kann, kehrt der EU den Rücken. Die Zahl reicher Auswanderer springt alarmierend in die Höhe.

Mahnendes Beispiel ist einer Studie der südafrikanischen Beratungsgesellschaft New World Wealth zufolge Frankreich, wo seit einiger Zeit Jahr für Jahr so viele Millionäre auswandern wie in keinem anderen Land der Welt.

Der „New World Wealth Report“ aus dem Frühjahr 2016 bestätigte bereits, dass Frankreich geradezu dramatisch als unsichere und gefährdete Heimat empfunden wird. Schließlich wird das Land ebenso wie Italien von der Immigrantenflut aus Afrika geradezu überrannt.

Im Jahr 2015 hatten 10.000 „High Net Worth Individuals“ (HNWI) – Personen mit mindestens einer Million US-Dollar an liquiden Mitteln – das Land verlassen. Damit war Frankreich schon damals weltweiter Spitzenreiter. Im Jahr davor hatten rund 6.000 französische Millionäre das Weite gesucht.

2016 kehrten Frankreich bereits 12.000 Menschen den Rücken, die mindestens über ein Vermögen von umgerechnet einer Million Dollar verfügen. Ein Plus von 20 %.

Auch Deutschland kehren immer mehr Reiche den Rücken

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Doch während 2015 lediglich die Flucht aus Frankreich Aufsehen erregte, gilt dies nunmehr auch für Deutschland. Gemäß der Studie von New World Wealth haben im vergangenen Jahr rund 4.000 Millionäre Deutschland den Rücken gekehrt.

Die Anzahl der besonders vermögenden Menschen, die die Bundesrepublik verlassen, ist somit sprunghaft gestiegen: 2015 waren „nur“ etwa 1.000 Millionäre aus Deutschland ausgewandert, in den Jahren davor lag die Anzahl höchstens im niedrigen dreistelligen Bereich.

Besonders stark betroffen von der Millionärs-Flucht war auch Italien mit der Flucht von 6.000 Millionären. Davon entfielen 5.000 auf Rom. In Griechenland lebten 3.000 Superreiche weniger (Athen: minus 2.000). Auch Spanien (minus 2.000) erlitt einen grossen Aderlass an Millionären.

Namentlich in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Schweden und Belgien erwarten die Fachleute in Zukunft eine ähnliche Entwicklung.

Erlebte schon 2015 den größten Abgang von Millionären: Französische Hauptstadt Paris

Unter den Städten hatte Paris 2015 den größten Abgang von Millionären zu verzeichnen. 7.000 Superreiche verließen die französische Hauptstadt. Rom kehrten 5.000 Millionäre den Rücken.

Abschreckend auf Superreiche wirkte auch Athen: Die Stadt zählte 2.000 Millionäre weniger.

Insgesamt wechselten 2016 weltweit 82.000 Dollar-Millionäre das Land, in dem sie lebten. 2015 hatte die Zahl noch bei lediglich 64.000 gelegen.

Australien und Kanada als bevorzugte Ziele

Das beliebteste Ziel der reichen Auswanderer ist Australien. Die Stadt Sydney verzeichnete ein Plus von 4.000 Millionären. Nach Melbourne kamen 3.000 wohlhabende Personen.Auch aus Deutschland zog es die meisten auswandernden Millionäre im vergangenen Jahr nach Australien und Kanada.

Bevorzugte Ziele sind auch die USA und Kanada. An der nordamerikanischn Pazifikküste durfte sich San Francisco ebenso über 2.000 mehr Reiche freuen wie das wunderschön gelegene Vancouver im südwestlichen Kanada. Zu dessen südlichem US-Nachbarn in Seattle übersiedelten 1.000 Reiche.

Ebenfalls als Übersiedlungsziel bevorzugt sind die Vereinigten Arabischen Emirate und Neuseeland. In Europa beliebt ist Monaco.

Reiche Juden flüchteten vor der muslimischen Invasion in Europa verständlicher Weise an den Mittelmeerstrand nach Tel Aviv. Das Millionärs-Plus betrug dort 2.000 Personen.

500 mehr Millionäre in der Schweiz

Die Schweiz erlebte 2015 einen Netto-Zuwachs von 500 Millionären. Die meisten kamen aus Frankreich und Italien. Auch Reiche aus Griechenland und Spanien haben ihren Weg in die Schweiz gefunden.

Insgesamt leben rund 343.000 Personen mit einem Vermögen von mehr als 1 Million US-Dollar in der Schweiz. Der selbst bewohnte Immobilienbesitz, Gemälde oder Luxusautos sind dabei nicht mit einberechnet. Das zeigte der Weltvermögensreport der Beratungsgesellschaft CapGemini aus dem Jahr 2015.

Europäische Union: Aderlass von Millionären kein gutes Zeichen

Kein gutes Zeichen für die Europäische Union

Der Aderlass in Europa ist kein gutes Zeichen für die Europäische Union. Denn die Millionäre flüchten als Erste, wenn bei wirtschaftlichen oder politischen Krisen Ungemach droht. Verständlich. Denn sie haben das Geld, sich jederzeit woanders niederzulassen.

Zudem stützen vermögende Menschen in einem Land nicht nur den Konsum und über ihre Steuerzahlungen die Staatskasse. Sie schaffen und bieten über eigene Unternehmen nicht selten auch zahlreiche Jobs.

Zunehmende religiöse Spannungen in der Gesellschaft

Auf die Frage nach den Gründen für die starke Abwanderung verweisen die Autoren der Studie auch im Falle Frankreichs auf „religiöse Spannungen“, die in dem Land besonders stark ausgeprägt seien. Daneben sind auch niedrigere Steuersätze im Ausland ein Grund für die Auswanderung.