Junge Flüchtlinge als Sex-Sklaven für alte Frauen

Junge Flüchtlings als Sex-Sklaven für alte Frauen. Das Thema bewegt Österreich. Denn unter Integration verstand man bisher etwas Anderes. Und „Sugar Mamas“ waren nur als Urlaubserscheinung in Kenia bekannt.

Autor: Wolfgang Freisleben

Es begann 2015. Flüchtlingsströme kamen über Griechenland und die „Balkanroute“ nach Österreich. Die Grenzen waren noch offen. Tausende strömten unkontrolliert Richtung Deutschland.

Flüchtlinge am Wiener Westbahnhof 2015: Leichte Beute für Sugar Mamas

Merkel hat uns eingeladen“, behaupteten sie und wollten weiter. Am Wiener Westbahnhof wurden Flüchtlinge gesammelt und mit Extra-Zügen weiter nach Deutschland gekarrt.

Doch viele tauchten auch in Österreich unter. Anonym und unerkannt. Auf dem Bahnhof wurden sie mit Tafeln „Refugees welcome“ angelockt. Auch von Frauen zwischen 50 und 70 Jahren.

Sie schnappten sich nach Geschmack junge, gutaussehende Männer und fuhren mit Autos oder in der U-Bahn weiter zu ihren Wohnungen. Das geschah öffentlich und sprach sich herum. Es gehörte nicht viel Phantasie dazu um sich vorzustellen: Hier werden junge Männer für sexuelle Zwecke „abgeschleppt“.

Was dann geschah berichteten die Journalisten Melisa Erkurt und Bilal Albeirouti im Wiener Stadtmagazin „Biber“ und brachten mit der wirklichkeitsnahe Reportage ein Thema ins Rollen, das jetzt sogar im staatlichen ORF-TV aufbereitet wurde. Sie haben mit betroffenen Flüchtlingen Gespräche geführt.Titel der Story: „Sugar Mamas und ihre Flüchtlinge“. Einsame ältere Österreicherinnen suchen junge Asylanten.

„Sugar Mama“, dieser Begriff war bislang mit einem ähnlichen Sextourismus-Phänomen verknüpft. Der Film „Paradies: Liebe“ griff im Jahr 2012 die Thematik auf. Ältere, alleinreisende Frauen, die in ein Urlaubsresort nach Kenia fliegen, um dort für Geld die körperliche Nähe von „Beach Boys“ zu gewinnen. 

Sugar Mama in Kenia:Jetzt auch in Wien Realität. Foto: Reise-Bild.de

Wenn alte Frauen für Sex bezahlen ist das noch immer ein großes Tabu, über das lieber nicht gesprochen wird. Doch es ist Realität. Zumindest in Wien. Dass dies in Deutschland auch gängig ist, wäre naheliegend. Öffentlich diskutiert wird es allerdings noch nicht. Und natürlich stellt sich die Frage: Was sagt Kanzlerin Angela Merkel dazu, die Mutti aller Muttis, die sich so auf die Flüchtlinge gefreut hat?

Gegen Sex gibt es für Flüchtlinge Geld und Geschenke, vielleicht sogar eine mietfreie Wohnung. Dies führt zu Abhängigkeitsverhältnissen, die für viele Asylwerber belastend sein können. So berichtet etwa ein 24-jähriger Iraker mit dem Decknamen „Hasan“.

Vor acht Monaten wurde er von einer Frau um die 50 in einer Bar angesprochen: „Du bist so sexy, willst du mit zu mir?“, fragte sie ihn nach ein paar Drinks. Sie wollte Sex. Aus einer gemeinsamen Nacht wurden mehrere. Dann zog Hasan bei der Frau ein und ließ die Zwei-Zimmer-Wohnung mit acht anderen Flüchtlingen hinter sich.

Über seine „Sugar Mama“ erzählt er konsterniert: „Sie will viermal am Tag Sex mit mir, ich bin eine Sexmaschine für sie, mehr nicht.“ Doch ein besseres Leben, Geld und Wohnung locken. Es fällt den Asylanten daher schwer, sich von ihren „Sugar Mamas“ zu trennen.

Mit der Flüchtlingswelle 2015 kamen viele junge Männer nach Österreich. Ihr Problem: Es ist schwer eine Freundin zu finden, weil sich viele junge Frauen nach Medienberichten über häufige Übergriffe vor Flüchtlingen fürchten. Daher der Rückgriff auf ältere Frauen, die gegen Sex mit einer Bleibe, Geld und Geschenken locken.

Obdachloser Flüchtling: Sexuelle Beziehung mit alter Frau als bessere Alternative

Daraus entstehen Abhängigkeiten. Aber keine Integration. Denn die Frauen sichern ihre „Beute“ gegen potenzielle Rivalinnen ab. Hasans Gönnerin zahlt zwar für sein Fitnessstudio 120 Euro im Monat, wartet aber in einem Café. Andere Personen kann er nicht treffen, weil sie ihn abschirmt. Auch vor ihren Freunden

Das ist der Preis für Luxus, den sie bietet. Sie bezahlt alles. Auch Kleidung, Sportausrüstung, Handyrechnung. „Sie will, dass ich nur ihr allein ständig zur Verfügung stehe“, sagt Hasan. Doch ihr Umfeld darf nicht von ihrem Sex-Sklaven erfahren.

Daher verreist sie mit ihm mehrmals nach Italien, Kroatien und Ungarn. Hasan ist zwar frei, aber dennoch ein Gefangener. Denn wohin sollt er auch gehen? Die Alternative wäre womöglich Obdachlosigkeit und sicher der Verlust eines Bezugspunktes.

Das Hineinschnuppern in eine für diese Männer in absehbarer Zeit sonst kaum realisierbare luxuriöse Welt und macht es für sie schwer, das hinter sich zu lassen“, zitiert das Stadtmagazin einen Experten.

In der Wiener Flüchtlings-Community sind die Sex-Beziehungen mit älteren österreichischen Frauen bekannt. Und solange sie tatsächlich einvernehmlich geführt werden, sollte eigentlich nichts dagegen sprechen.

Das kannte man bisher nur umgekehrt: Frauen begeben sich in Abhängigkeit von reichen Männern, die dafür Sex verlangen. Aber wenn die Sugarbabys nicht klassisch hübsche junge Frauen sind, sondern arabische und afghanische Männer und statt Sugar Daddys dann Sugar Mamas, werden eben andere Maßstäbe angelegt.