George Soros wünscht der EU eine Million Flüchtlinge pro Jahr

George Soros wünscht der EU eine Million Flüchtlinge pro Jahr. Verteilt auf alle EU-Staaten. Davor finanzierte er mit Otpor eine professionelle Revolutionszelle, die in bisher 37 Ländern destabilisierend tätig war. Die Folge waren Bürgerkrieg, Tod und Zerstörung. Nach seinen Vorstellungen soll die EU auch 20 Milliarden Euro für Lager in Nahost spenden.

Autor: Wolfgang Freisleben

Plakat in Budapest mit Konterfei von Soros: „Lassen wir nicht zu, dass er als Letzter lacht“.

Als der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 17. Juli 2017 in Budapest zu einem Staatsbesuch eintraf, lag ein Skandal in der Luft. Denn die ungarische Regierungspartei hatte  in  Budapest an Straßenecken und im Inneren öffentlicher Verkehrsmittel Plakate und Poster affichiert, auf denen der US-Milliardär George Soros unvorteilhaft dargestellt war. Das körnige Schwarz-Weiß-Konterfei zeigte Soros mit einem schäbig wirkenden Grinsen. Das Stereotyp wird durch den beigestellten Text verstärkt: „Lassen wir nicht zu, dass Soros als Letzter lacht“.

Über die Soros-Plakate war die ungarische jüdische Gemeinde verärgert. Sie verlangte, dass Netanjahu seinen Besuch verschiebe, bis die Soros-Plakate entfernt wurden. Doch dieser kam dennoch.

Soros ist ein ungarischer Jude, ein Holocaust-Überlebender. Seine Sünde ist seine Unterstützung für Menschenrechtsvereine in seiner ehemaligen Heimat, was auch gegen die Regierung gerichtet ist.

Er tut dasselbe in Israel, wenn auch in einer viel kleineren Skala. Daher mag ihn Netanjahu auch nicht, der sich wiederum mit Orban gut versteht“, interpretierte der einstige und inzwischen hochbetagte Knesset-Abgeordnete Uri Avnery in einer Mail.

Soros-Gegner Victor Orbán:

Orban will eine von Soros finanzierte Privat-“Universität“ in Budapest schließen lassen, woraufhin der Milliardär und „big spender“ Soros die EU-Spitzen zu Sanktionsdrohungen gegen Orban mobilisierte. Na klar! Welcher EU-Politiker versagt einem prominenten amerikanischen Milliardär die Gefolgschaft – wenn er nicht gerade Donald Trump heißt?

Kurz vor dem Eintreffen von Netanjahu wurden die meisten – aber nicht alle – Anti-Soros-Plakate tatsächlich abgenommen und Netanjahu traf sich geradezu freundschaftlich mit Victor Orbán. „Diese Episode zeigt, dass die Interessen des Staates Israel und die Interessen der jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt nicht automatisch identisch sind“, kommentiert Uri Avnery.

Zwielichtige in mehrfacher Hinsicht

George Soros spielt in mehrfachter Hinsicht eine zwielichtige Rolle. Er finanzierte beispielsweise über seine „Open Society Foundation“ ab Oktober 1998 die serbische Organisation Otpor mit dem Markenzeichen der geballten Faust – zu Deutsch: Widerstand. Eine Gruppe von Studenten, die es zunächst schaffte, einen derart großen Aufruhr in Serbien anzuzetteln, dass Präsident Slobodan Milosevic aus dem Amt gedrängt wurde.

Otpor-Gründer Srđa Popović: Geballte Faust als Markenzeichen der serbischen Revolutionszentrale

Nach diesem gelungenen Start war Soros von Otpor-Gründer Srđa Popović und seiner Truppe begeistert. Und aus der Studentengruppe wurde mit massiver Unterstützung aus den USA eine international agierende Revolutionszelle, die nach eigenen Angaben letztlich in 37 Ländern die Farben- und Blumen-Revolutionen anzettelte. Soros finanzierte. In den osteuropäischen Ländern wie Ukraine und Georgien ebenso wie in Libanon, auf den Malediven, Syrien, Ägypten, Libyen, Tunesien etc.

Dass Victor Orban in Ungarn keine Störenfriede mit Revolutionsabsichten brauchen kann, ist verständlich.Und dass er daher den Drahtzieher Soros und seine universitäre Revolutionszelle verabschieden will, ebenso.

Soros mag zwar ein Demokrat sein. Aber er will weltweit Demokratien nach seinen Vorstellungen erzwingen. Auch wenn Millionen Menschen bei den Umstürzen ums Leben kommen.

Seine Strategie ist klar: Demokratie kann man nicht von außen erzwingen, sondern nur von innen. Mit aufrührerischen Massendemonstrationen, vielleicht auch garniert mit etwas Gewalt.

Ob die dahinter stehenden Interessen moralisch-ideeller oder wirtschaftlich-finanzieller Natur sind, lässt sich aus der Ferne kaum beantworten. Vielleicht trägt er auch einfach nur zerstörerische Lust in sich. So wie er trotz seiner Abstammung angeblich auch zu Antisemitismus neigt.

Bank of England: Von Soros zur Ader gelassen

Als Wohltäter ist er jedenfalls nicht vorbehaltlos bekannt. Immerhin hat er am 16. September 1992 mit einer Monster-Spekulation gegen das britische Pfund mit seinem Hedgefonds die Währung aus dem Europäischen Wechselkursmechanismus (ERM) getrieben und daran mehr als eine Milliarde Dollar verdient. Zum Schaden Großbritanniens. Die Bank of England verlor mit Stützungskäufen mehrere Milliarden. Fortan galt er als „The man who broke the Bank of England“.

Mit Sicherheit beantworten lässt sich auch die Rolle des Krisen-Spezialisten bei der europäischen Flüchtlingskrise. In einem öffentlichen Artikel schrieb George Soros nämlich am 13. Juni 2017: „Erstens muss die EU in absehbarer Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen. Und um dies tun zu können, muss die Last fair verteilt werden.“

Um widerspenstige Staatsführer auszuschalten, fordert Soros eine von Brüssel gelenkte Asylpolitik für alle 28 Mitgliedsländer. Großbritannien würde dem mit dem Brexit entgehen. Und EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker?

Keine Sorge. Da er nie demokratisch gewählt wurde, ist er auch nicht den europäischen Wählern verpflichtet. Daher biedert er sich den Reichen und Mächtigen an. Das hat er schon bewiesen. Schließlich hat er jahrzehntelang als Ministerpräsident und Finanzminister das winzige Großherzogtum Luxemburg mitten in der EU in eine Steueroase für internationale Konzerne verwandelt, deren Details erst durch die Luxemburg-Leaks aufgeflogen sind.

Dennoch oder gerade deswegen sitzt Juncker fest im Sattel der EU-Kommission. Warum? Weil er der Kandidat der Konzerne und Reichen ist, deren Interessen er gegen jene der Bürger durchsetzt.

Und Angela Merkel, die Kanzlerin der stärksten Wirtschaftsmacht Europas? Wessen Interessen sind ihre wichtiger – jene der Klientel von Juncker oder die der Bürger, die sie gar nicht kennt? Nur naive Unwissende können darauf die falsche Antwort geben.

Deutsche Kanzlerin Angela Merkel: Willige Verbündete von Soros

Mit dem Lockruf „Wir schaffen das“ ging sie George Soros jedenfalls sofort zur Hand, öffnete die Grenzen und löste einen Massenansturm aus dem Nahen Osten über die Balkanroute aus. „Merkel hat uns eingeladen“, triumphierte ein Flüchtling vor der TV-Kamera.

Dann folgte die Flüchtlingslawine aus Schwarzafrika über die Mittelmeer-Route. Daraus entwickelte sich ein System, das von „gemeinnützigen“ Nichtregierungsorganisationen (NGOs) getragen wird, die wiederum von Soros & Co finanziert werden.

Von Soros stammt auch der Wunsch, dass die „Asylsuchenden“ nicht nur von Deutschland beherbergt, sondern über die gesamte EU verteilt werden. Womit wir wieder bei Victor Orban wären. Denn der wehrt sich ebenso wie die übrigen Visegrad-Länder Polen, Tschechien und die Slowakei vehement gegen die damit verbundene Durchmischung ihrer Nationen mit Migranten aus anderen Kontinenten.

Kaum jemand findet an den Soros-Plänen Gefallen

Inzwischen sieht es so aus, dass außer Juncker und Merkel kaum ein europäisches Staatsoberhaupt an den Soros-Plänen Gefallen findet. Italien hat gestern das erste von Soros gesponserte NGO-Schiff Iuventa der von Berliner Aktivisten vor 2 Jahren gegründeten Hilfsorganisation „Jugend rettet“ auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa beschlagnahmt.

Von italienischer Marine bei Lampedusa beschlagnahmt: NGO-Schiff Iuventa

Es befindet sich derzeit auf dem Weg nach Sizilien, wie auf vesselfinder.com zu sehen ist. Außerdem entsendet Rom mehrere Kriegsschiffe, um die Flüchtlingsschiffahrt zwischen Libyen und Italien zu unterbrechen.

Auch Frankreich findet an den Soros-Plänen keinen Gefallen. Denn die Macron-Regierung lehnt es glattweg ab, Flüchtlingsschiffe in französischen Häfen landen zu lassen.

Abschreckend für die meisten EU-Staaten dürften auch die finanziellen Vorstellungen von George Soros sein:

Die EU zahlt 15.000 Euro für jeden Flüchtling

Von entscheidender Bedeutung ist eine angemessene Finanzierung. Die EU muss während der ersten zwei Jahre jährlich 15.000 Euro pro Asylbewerber für Wohnen, Gesundheit und Ausbildung bereitstellen – und den Mitgliedsstaaten die Aufnahme von Flüchtlingen schmackhafter machen.

Das Bürgerkriegs-Chaos, an dessen Entstehung George Soros unmittelbar beteiligt war, soll also die EU wieder ordnen. Dafür wären neue Schulden Voraussetzung, wofür Soros die Ausgabe langfristiger Anleihen empfiehlt, die vom größtenteils ungenutzten AAA-Kreditstatus der EU profitieren würden. „Dies hätte den zusätzlichen Vorteil eines moralisch gerechtfertigten Haushaltsstimulus für die europäische Wirtschaft“, so Soros.

Und wo bleibt seine Moral? Warum stellt der 86jährige nicht einfach eine Milliarde Dollar zur Wiedergutmachung zur Verfügung?

Stattdessen kehrt er verbal den Philanthropen heraus: „Wichtig ist es, die Vorlieben sowohl der Staaten als auch der Asylbewerber zu berücksichtigen und dabei so wenig Zwang wie möglich auszuüben. Die Flüchtlinge dort anzusiedeln, wo sie sein möchten und wo sie erwünscht sind, ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.“

Weiters müsse sich die EU an die Spitze der weltweiten Bemühungen stellen, Jordanien, dem Libanon und der Türkei genügend Mittel zur Unterstützung der vier Millionen Flüchtlinge zukommen zu lassen, die momentan in diesen Ländern leben.

20 Milliarden Euro für die Lager in Nahost

Bis jetzt wurde nur ein Bruchteil der Summe aufgebracht, die für die grundlegenden Bedürfnisse benötigt wird. Wenn man Ausbildung, Training und andere wichtige Maßnahmen mit einbezieht, liegen die jährlichen Kosten bei mindestens 5.000 Euro pro Flüchtling oder 20 Milliarden insgesamt, rechnet Soros vor.

Obwohl die Türkei-Hilfe gerade verdoppelt wurde, sollte die EU in der Region und auch in Tunesien und Marokko zur Schaffung wirtschaftlicher Sonderzonen beitragen, um Investitionen anzuziehen und sowohl für die Lokalbevölkerung als auch für die Flüchtlinge Arbeitsplätze zu schaffen.

Die EU müsste den Frontstaaten jährlich mindestens acht bis zehn Milliarden Euro garantieren, und der Rest sollte von den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt aufgebracht werden. Auch diese Summe könnte durch die Art langfristiger Anleihen finanziert werden, deren Erlöse bereits den Asylbewerbern in Europa zugutekommen.

An dem Sechspunkteplan des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zur Krisenbewältigung lässt Soros natürlich kein gutes Haar. Der Plan missachte die Menschenrechte der Asylsuchenden und Migranten auf Kosten der Sicherheit der Grenzen. Außerdem drohe er die EU zu spalten und zu zerstören, indem er ihre grundlegenden Werte leugne und die Gesetze verletze, mit denen diese geschützt werden sollen.