Aufgedeckt: Wie Obama die arabischen Länder in Brand setzte

Mit der geheimen Richtlinie PSD-11 plante und entzündete der Friedensnobelpreisträger Barack Obama als US-Präsident die arabischen Bürgerkriege und den Sturz von Regierungen. Dafür rekrutierte er sogar die Muslimbruderschaft mit ihrem Terror-Arm. Amerikanische NGOs waren vor Ort an den Umstürzen aktiv beteiligt.

Autor: Wolfgang Freisleben

Er hatte nicht einmal ein Jahr nach seinem Amtsantritt am 20. Januar 2009 den Friedensnobelpreis bekommen. Heute muss man den Trump-Vorgänger Barack Obama allerdings als einen der größten Kriegstreiber der Weltgeschichte outen. Laut Bericht der New York Times geht er sogar als der US-Präsident mit den meisten Kriegstagen in die Geschichte ein.

Ehemaliger US-Präsident Barack Obama: US-Oberbefehlshaber mit den meisten Kriegstagen

Das Nobelpreis-Komitee in Oslo, das ihm die Auszeichnung am 9. Oktober 2009 zugesprochen hat, rutscht damit gleichfalls ins Zwielicht. Schließlich hatte es auch Aung San Suu Kyi , der Präsidentin von Myanmar (früher Burma), den Friedensnobelpreis verliehen. Sie hatte dann wort- und tatenlos zugesehen, wie 650.000 muslimische Rohingya gewaltsam ins benachbarte Bangladesch vertrieben und eine ungenannte Anzahl ermordet wurde.

Doch Obama trieb es viel ärger und hinterließ mit den aufrüherischen Aktivitäten seiner Regierung in Marokko, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien und Irak mehr als eine Million Tote und Verwundete. Denn auf seine Politik sind nicht nur die Ursprünge von Al Qaida im Irak und in Syrien und später von ISIS bzw. IS zurückzuführen. Auch die mörderischen Kriege und das Chaos, das sich seit 2010 über die arabischen Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika ausbreitete und nach Westeuropa überschwappte, gehen auf das Konto des ersten farbigen US-Präsidenten.

Aufgedeckt: Wie Obama die arabischen Länder in Brand setzte

Wie der amerikanische Geopolitiker und Publizist F. William Engdahl in seinem Buch „The Lost Hegemon: Whom the Gods Would Destroy“ aufdeckte, entstand der sogenannte „Arabische Frühling“ auf Basis von Barack Obamas inzwischen berüchtigter Task Force-Richtlinie PSD-11. Diese basierte auf einem streng geheimen Plan der Regierung für die weitreichendste Serie von Umstürzen und Regimewechsel in der islamischen Welt seit dem Ersten Weltkrieg und dem französisch-britischen Sykes-Picot-Abkommen. Durch dieses waren deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg aufgeteilt und die Grenzen für Staaten wie Irak, Jordanien, Syrien, Libanon und als britisches Mandatsgebiet auch Palästina neu gezogen wurden.

Im August 2010, ein halbes Jahr bevor die Washingtoner NGOs (Nichtregierungsorganisationen) die tunesische Jasmin-Revolution anzettelten, hatte Barack Obama die PDS-11 unterzeichnet. Diese ordnete an, dass die Regierungs-Behörden Vorbereitungen für einen „Wandel“ treffen sollten. Aktiv daran beteiligt waren auch die amerikanischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) National Endowment for Democracy (NED), die Soros-Stiftungen, Freedom House und einige andere.

Logo der Muslimbruderschaft: Nach außen menschenfreundlich, im Untergrund terroristisch

Sie sollten eine radikale Politik einleiten, mit der Washington überdies die im Untergrund agierende fundamentalistische islamische Muslimbruderschaft in der moslemischen Welt lenkte und intensiv unterstützte. Es war die Entfesselung einer Herrschaft des Terrors, die die gesamte Welt verändern sollte und noch immer Tod und Verderben ausspeit.

Details der PSD-11-Direktive, die noch im März 2017 als streng geheim eingestuft wurde, offfenbarte vor dem US-Kongress Peter Hoekstra, der ehemalige Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses im Repräsentantenhaus. Demnach verfügte die Obama-Regierung eine weitreichende Neubewertung ihrer politischen Perspektiven für den gesamten Nahen Ostens. Überraschenderweise war dabei der Muslimbruderschaft eine Schlüsselrolle zugedacht.

Jene Bruderschaft, die schon mit Adolf Hitler zusammengearbeitet hat, um Juden und sowjetische Soldaten zu töten. Im CIA-Afghanistankrieg in den 1980er Jahren mischte sie bei jeder größeren dschihadistischen Terrororganisation mit – einschließlich Fethullah Gülens Cemaat, Al-Qaida im Irak und Syrien sowie ISIS. Leitsätze des Kults u.a.: Jihad ist unser Weg; Der Tod im Dienste Allahs ist der höchste unserer Wünsche…

Task Force für den hunderttausendfachen Tod

Im Rahmen von PSD-11 installierte Obama innerhalb des Nationalen Sicherheitsrats eine geheime Arbeitsgruppe. Deren Spitzenbürokraten waren in vielerlei Hinsicht bemerkenswert.

  • Samantha Power spielte eine entscheidende Rolle dabei, Präsident Obama davon zu überzeugen, dass Libyens Muammar Gaddafi aus „humanitären Gründen“, wie sie es nannte, militärisch beseitigt werden müsse. Sie wurde später Obamas UN-Botschafterin und forcierte die Dämonisierung Russlands nach dem Putsch in der der Ukraine 2014.
  • Das wahrscheinlich einflussreichste Mitglied der PSD-11-Task Force war Ben Rhodes. Er formulierte als „Mastermind der Revolutionen“ die streng geheime radikale Politikänderung der Obama-Administration, durch die Regime mit Hilfe der Muslimbruderschaft und des Arabischen Frühlings gestürzt wurden.

    Ben Rhodes: Am wenigsten qualifiziert, und dennoch Obamas „Mastermind der Revolutionen“ im Weißen Haus

    Angesichts seines beruflichen Hintergrunds war er der am wenigsten Qualifizierte, um die Regierungspolitik der Vereinigten Staaten im Nahen Osten zu machen. Sein akademisches Studium beinhaltete als Hauptfach englische Literatur mit einem Master in „kreativem Schreiben“.

  • Dennis Ross wurde von palästinensischen Kritikern vorgeworfen, „pro-israelischer als die Israelis“ zu sein. Immerhin war er Mitbegründer des Washington Institute for Near East Policy (WINEP), das von der größten jüdischen Lobby- und Finanzierungsgruppe American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) gefördert wird. Er war Special Assistant des Präsidenten und Senior Director des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) für den Nahen Osten, den Persischen Golf, Afghanistan, Pakistan und Südasien,
  • Gayle Smith leitete 2015 USAID (United States Agency for International Development), eine Behörde des US-Außenministeriums, die mit der CIA verlinkt ist. Diese Organisation verwendete Millionen von US-Steuergeldern, um die NGOs des Arabischen Frühlings und andere Farb-Revolution zum Sturz von Regierungen zu finanzieren.
  • Michael McFaul, der sich selbst einmal als „Spezialist für Demokratie, Anti-Diktator-Bewegungen, Revolutionen“ bezeichnete, wurde später Obamas Botschafter in Moskau, wo er Oppositionsproteste gegen Putin koordinierte.

Hillary Clinton begann mit der militärischen Gewalt in Libyen

Am Beispiel von Rhodes lässt sich erkennen, wie dilettantisch im Weißen Haus über Krieg und Frieden befunden wird. Er konnte sich mit dem eigens erfundenen Titel „Stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater für strategische Kommunikation und das Verfassen von Reden“ schmücken.

7 Jahre lang bis Januar 2017, dem Ende der Obama-Regierung, schrieb er alle wichtigen außenpolitischen Reden des Präsidenten. Als er der schicksalhaften PSD-11 NSC Task Force zugeteilt wurde und über Leben und Tod von Millionen Menschen mitzuentscheiden hatte, war er gerade mal 32 Jahre alt.

Rhodes hatte keine diplomatischen oder akademischen Erfahrungen mit dem Nahen Osten. Aber als Redenschreiber traf er Präsident Obama manchmal bis zu drei Stunden täglich. Dabei überzeugte er Obama u.a. davon, dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak die Unterstützung zu entziehen.

Amerikanische Ex-Außenministerin Hillary Clinton: Ruf nach militärischer Gewalt gegen arabische Länder

Letztlich avancierte er zum Chefberater während des Arabischen Frühlings 2011 und schloss sich mit Samantha Power zusammen. Außenministerin Hillary Clinton überredete schließlich den Präsidenten, mit militärischer Gewalt Libyens Gaddafi zu stürzen.

Transparenz erst durch Anfragen an das Außenministerium

Der streng geheime PSD-11-Bericht, den die Task Force verfasst hatte, wurde erst nach und nach in einer Reihe von Anfragen gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz an das Außenministerium enthüllt. Die veröffentlichten Dokumente offenbarten, dass die NSC-Task-Force zu dem erstaunlichen Schluss gekommen war, die Muslimbruderschaft als nützliche Bewegung für die US-Regierung in ganz Nordafrika und im Nahen Osten einzusetzen.

Daraufhin erging eine Anordnung des Präsidenten an amerikanische Diplomaten, Kontakte zu wichtigen Führern der Muslimbruderschaft zu knüpfen und sie aktiv bei ihrem Griff nach der Macht in politischen Schlüsselmächten wie Ägypten, Libyen, Tunesien und Syrien zu Beginn des Arabischen Frühlings 2011 zu unterstützen.

Das geheime Papier der PDS-11 kam zu der bizarren Schlussfolgerung, dass das Markenzeichen der Muslimbrüder, der politische Islam, in Verbindung mit seinem glühenden Nationalismus, zu „Reform und Stabilität“ führen könnte. Es war natürlich eine Lüge, die den PSD-11-Task Force-Mitgliedern bekannt war.

Amerikanische Umarmung von Terroristen der Muslimbrüder

Die 1928 in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft oder Ikhwan – Arabisch für „Die Bruderschaft“ – ist eine geheime Organisation ähnlich den Freimaurern. Mit einer öffentlichen Fassade der „friedlichen Aktivitäten der Nächstenliebe“ und einem verdeckten Terror-Arm im Untergrund.

Ihr Gründer Hassan al-Banna richtete auch einen geheimen Arm des Ikhwan in Ägypten und später weltweit ein, bekannt als die Sonderabteilung (al-nizam al-khass) bzw. den Geheimapparat (al-jihaz al-sirri). Es war der militärische Arm der Bruderschaft. Die Terror- und Attentats-Zentrale.

Die Mitglieder von Obama‘s PSD-11-Task Force, die eine Umarmung der Terroristen durch die US-Regierung in islamischen Ländern des arabischen Nahen Ostens empfahlen, wussten sehr genau, mit wem sie es zu tun hatten. Denn die CIA hatte schon seit den 1950er Jahren mit Ikhwan auf der ganzen Welt gearbeitet.

Das erste Projekt der Obama-Regierung startete die Muslimbruderschaft in Tunesien im Dezember 2010 mit einer Revolution, die von den fälschlich als demokratisch bezeichneten amerikanischen NGOs gelenkt wurde.