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Brückeneinsturz in Genua mit vielen Toten

 Beim Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Brücke stürzte während eines Unwetters ein. Italiens Verkehrsminister Toninelli sprach von einer „entsetzlichen Tragödie“.

Quelle: Tagesschau

14.08.2018. In der italienischen Hafenstadt Genua ist zu Mittag eine vierspurige Autobahnbrücke eingestürzt. Dabei kamen nach Angaben von Innenminister Matteo Salvini mindestens 35 Menschen ums Leben. Es ist allerdings zu befürchten, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ berichtet, unter den Toten sei auch ein Kind. Mindestens 13 Personen wurden schwer verletzt. 440 Personen wurden evakuiert.

Die eingestürzte Brücke in Genua: Dutzende Tote sind zu beklagen, aber noch nicht alle gefunden

Die etwa 45 Meter hohe Brücke stürzte auf einem Stück von etwa 100 Metern ein. Der Einsturz habe sich während eines gewaltigen Unwetters ereignet, teilte die Polizei mit.

Mehrere Pkw und Lkw wurden mit in die Tiefe gerissen und zwischen den Trümmern eingequetscht. Einige stürzten in den Fluss Polvecera, über den die Autobahnbrücke führt. Ihre genaue Zahl ist unklar – die Angaben schwanken zwischen 8 und 20 Fahrzeugen.

Bei dem Bauwerk handelt es sich um die Ponte Morandi. Das 1967 eingeweihte Bauwerk aus Spannbeton erstreckt sich über etwa 1100 Meter und wird von 90 Meter hohen Pylonen – drei davon mit Schrägseilen – gestützt. Es führt über das Polcevera-Tal und überquert den gleichnamigen Fluss, Bahnanlagen sowie Wohn- und Gewerbegebiete. Die vom italienischen Ingenieur Riccardo Morandi (1902-1989) entworfene Schrägseilbrücke galt als ein Meisterwerk der Architektur des 20. Jahrhunderts.

Hunderte Einsatzkräfte sind vor Ort. Sie setzten Spürhunde ein, um nach weiteren Opfern zu suchen, und schweres Gerät, um Trümmerteile anzuheben. Das Verteidigungsministerium kündigte an, Soldaten nach Genua zu schicken, um die Suche nach den Opfern zu unterstützen. In der Nähe des Unglücksorts wurden vorsichtshalber Häuser evakuiert. Der Eisenbahnverkehr rund um Genua wurde eingestellt.

„Geistig rückständig“ – armer Donald Trump

Donald Trump hatte sie einst mit seiner Castingshow „The Celebrity Apprentice“ berühmt gemacht und später als die hochrangigste afroamerikanische Mitarbeiterin ins Weiße Haus geholt. Wie so viele Andere wurde auch Omarosa Manigault Newman wieder entlassen.

Manigault Newman: Einst von Trump geliebt, dann gefeuert. Jetzt schießt sie in einem Buch zurück

Quellen: NY Times / Stern

„Sie täuschen die Nation weiter darüber, wie rückständig er geistig ist“, sagte Manigault Newman in einem Interview mit dem US-TV-Sender NBC bezogen auf Donald Trump. Und „wie schwer es ihm fällt, komplexe Informationen zu verarbeiten“, so die ehemalige Mitarbeiterin des US-Präsidenten.

Vor der Veröffentlichung ihres Enthüllungsbuchs über das Weiße Haus unter US-Präsident Donald Trump hat die frühere Regierungsmitarbeiterin Omarosa Manigault Newman eine Tonbandaufnahme ihres Entlassungsgesprächs mit Stabschef John Kelly publik gemacht. Manigault Newman rechtfertigte den Schritt im US-Fernsehen damit, dass sie sich schützen wollte in einem Weißen Haus, „in dem jeder lügt“. Ihr Buch „Unhinged“ (deutsch: Gestört, aus den Angeln gehoben) kommt jetzt in die Buchläden.

„Sie bringen mich in den Situation Room, die Türen sind verschlossen, sie sagen mir, dass ich nicht raus kann und sie beginnen mir zu drohen, mir Angst zu machen, setzen mich unter Druck“, sagte Manigault Newman am Sonntag im Interview der NBC-Sendung „Meet the Press“.

Der Vorgang ist ungewöhnlich, denn der Situation Room im Weißen Haus, in dem Kelly Manigault Newman 2017 feuerte, ist ein Ort höchster Vertraulichkeit; üblicherweise sind elektronische Geräte dort verboten. Auf dem Band ist eine Stimme zu hören, die diejenige Kellys sein soll; zu hören ist, wie Manigault Newman „bedeutende Integritätsprobleme“ vorgeworfen werden.

Italien schickt „Aquarius“-Flüchtlinge zu den Briten

Das Flüchtlings-Bergeschiff „Aquarius“ kreuzt unter der Flagge Gibraltars wieder einmal westlich von Malta. Es hatte am Freitag insgesamt 141 Migranten von Booten vor der libyschen Küste gerettet. Die Ansuchen um Landeerlaubnis wurden bisher von Malta und Italien abgelehnt. Italiens rechtsnationale Regierung verweist auf die Großbritannien.

Quellen: Spiegel online/cht/dpa/AP

Im Hafen von Tarifa in Südspanien kommen derzeit viele Migranten aus Afrika an Quelle: Tim Röhn

13.08.2018. Die italienische Regierung sieht Großbritannien in der Pflicht, die Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Aquarius“ aufzunehmen. Transportminister Danilo Toninelli von der Partei M5S forderte das Vereinigte Königreich via Twitter auf, „seine Verantwortung für den Schutz der Schiffbrüchigen“ zu übernehmen, schließlich fahre das Schiff unter der Flagge Gibraltars. Das britische Überseegebiet Gibraltar liegt an der spanischen Südküste.

Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée hatten am Freitag insgesamt 141 Migranten von Booten vor der libyschen Küste gerettet. Sie warten derzeit auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Das Schiff befand sich am Montag westlich von Malta.

Seit dem Antritt der rechtspopulistischen Regierung zeigt Italien äußerste Härte in der Migrationsfrage. Im Juni verwehrte sie der „Aquarius“ erstmals die Einfahrt in einen Hafen. Auch andere Schiffe, die Menschen aus Seenot gerettet hatten, konnten über Tage hinweg nicht anlegen. Schließlich landete es am 17. Juni im spanischen Valencia.

Gerettete an Bord hätten der Besatzung berichtet, dass sie vor der Rettung durch die „Aquarius“ fünf verschiedene Schiffe in der Nähe gesehen hatten, die aber keine Hilfe leisteten.

In den vergangenen Wochen erging es auch anderen Schiffen und ihrer Besatzung wie der „Aquarius“. Auch das Schiff „Lifeline“ mit dem deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch war zu einer unfreiwilligen Zickzackfahrt gezwungen, weil es zunächst kein Land anlegen lassen wollte. Reisch steht aktuell auf Malta vor Gericht. Es werden ihm Gesetzesverstöße bei der Registrierung des Bootes vorgeworfen.

Türkei verhaftet US-Offiziere der NATO-Basis 

Der Konflikt zwischen der Türkei und den USA spitzt sich gefährlich zu. Denn die türkische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen mehrere hochrangige US-Militärs von der türkischen NATO-Luftwaffenbasis Incirlik erlassen. Eingebracht wurde die entsprechene Klage von einer Gruppe türkischer Anwälte aus dem Umfeld von Staatspräsident Erdogan zurück.

Quellen: Zerohedge / Deutsche Wirtschafts Nachrichten

NATO-Luftwaffenbasis Incirlik: Verhaftung der Befehlshaber der U.S. Airforce von türkischen Anwälten gefordert

12.08.2018. Den Offizieren wird vorgeworfen, die Gülen-Bewegung beim gescheiterten Putschversuch gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Jahr 2016 unterstützt zu haben. Die Anwälte fordern eine zeitweilige Einstellung aller Flüge der US-Luftwaffe von der Incirlik-Militärbasis, die bei der Bekämpfung des „Islamischen Staates“ in Syrien und Irak eine Rolle gespielt hat. Der Zugang zur Basis soll über einen Durchsuchungsbefehl komplett geblockt werden, heißt es.

Die Anwälte, die den Antrag gestellt haben, sind Mitglieder des „Vereins für soziale Gerechtigkeit und Hilfe“, der angeblich der Regierung Erdoğans nahestehen soll. Die Anwälte drängen die Behörden außerdem zur „Verhaftung der Befehlshaber der U.S. Air Force, die die Vorgesetzten der auf Incirlik stationierten Soldaten sind und am gescheiterten Putschversuch am 15. Juli 2016 beteiligt waren“, geht aus den eingereichten Dokumenten hervor.

Die 60-seitige türkische Strafanzeige hebt speziell folgende Namen hervor: Oberst John C. Walker, Oberst Michael H. Manion, Oberst David Eaglen, Oberst David Trucksa, Oberstleutnant Timothy J. Cook, Oberstleutnant Mack R. Coker, Stabsunteroffizier Thomas S. Cooper und Stabsunteroffizier Vegas M. Clark. Diese Kommandeure sind auf der Incirlik-Basis stationiert. Sie sollen die Gülen-Bewegung am 15. Juli 2016 beim Vorgehen gegen die Erdoğan-Regierung unterstützt haben. Der Anführer der religiösen Organisation, Fetullah Gülen, lebt seit Jahren im US-Exil. Die Anwälte baten die Generalstaatsanwaltschaft, die Inhaftierung der aufgezählten Offiziere einzuleiten.

„Alle Berichte, dass die US-Regierung oder das Militär irgendwelche Vorkenntnisse oder eine Beteiligung an einem Putschversuch in der Türkei hatten, sind grundlos und völlig falsch“, sagte Mark Mackowiak, ein Sprecher des U.S. European Command, dem US-Militärportal Air Force Times.

Kritiker vermuten, dass die Initiative der Anwälte auch auf den jüngsten Sanktionsstreit der Türkei mit den USA zurückgehen könnte. Die USA verhängten letzte Woche Wirtschaftssanktionen gegen die türkischen Innen- und Justizminister wegen ihrer Beteiligung bei der Inhaftierung des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson, der ebenfalls der Beteiligung an dem Putschversuch beschuldigt wurde.

Mechaniker beging in Seattle Suizid mit Flugzeug

Ein Flugzeugmechaniker (29) am internationalen Flughafen Seattle (USA) hat am Freitagabend (Ortszeit) ein leeres Passagierflugzeug gestohlen. Nach einem einstündigen Irrflug ist er auf einer kleinen Insel abgestürzt. Laut der Polizei handle es sich um einen Suizid.

Quelle: BBC / Blick / Watson

11.08.2018.  Auf dem Flughafen der US-Stadt Seattle im US-Bundesstaat Washington an der nördlichen Westküste ist eine leere Passagiermaschine gekapert worde. Ein Angestellter einer Fluggesellschaft habe die Maschine am Freitagabend ohne Erlaubnis gestartet und sei dann nach einem kurzen Flug damit abgestürzt. Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe von Ketron Island im US-Bundesstaat Washington.

Die Fluggesellschaft Alaska Airlines bestätigte den Vorfall auf Twitter. bei dem Flugzeug um eine zweimotorige Turboprop-Maschine vom Typ Bombardier Q400, die ihrer Tochtergesellschaft Horizon Air gehörte. Es verfügt über 76 Sitzplätze.

Beim Flugzeug-Dieb soll es sich um einen 29-jährigen Mechaniker handeln, wie der Sender «ABC News» berichtet. Stunts in der Luft oder mangelnde Flugfähigkeiten hätten den Absturz verursacht. Der Absturz geschah auf der Insel Ketron, die nur etwa 20 Einwohner zählt. Eine Rauchwolke stieg auf.

Ein terroristischer Vorfall wird ausgeschlossen. „Die meisten Terroristen drehen keine Runden über dem Wasser“, sagte Sheriff Paul Pastor. „Das könnte eine Spritztour gewesen sein, die furchtbar schief gelaufen ist.“ Ein kanadischer Journalist veröffentlicht die letzten Funksprüche auf Twitter: „Ich habe einige Schrauben locker“, sagt der 29-Jährige.

In den Aufnahmen wird klar: Es handelt sich um Suizid, wovon die Polizei ebenfalls ausgeht. „Ich habe nicht geplant zu landen“, sagt er. Er entschuldigte sich bei seinen Angehörigen und sprach immer wieder von Stunts, die er machen wolle. Fliegen habe er aus Videospielen gelernt.

Das Büro des Sheriffs von Pierce County erklärte, der Mann habe sich offenbar das Leben nehmen wollen. Er habe allein gehandelt und sei den Behörden bekannt.

Nach dem unerlaubten Start wurde die Maschine nach Polizeiangaben von zwei Militärflugzeugen vom Typ F-15 verfolgt. An dem Absturz seien diese aber nicht beteiligt gewesen. Die Polizei nannte zunächst keine weiteren Einzelheiten zu dem Mann und den genauen Umständen des Vorfalls

Saudische Kampfpiloten killen 29 Kinder im Yemen

Saudiarabien führt im benachbarten Yemen einen regelrechten Terrorkrieg. Bei einem Luftangriff saudischer Piloten sind mindestens 29 Kinder getötet und 30 verletzt worden, berichtet das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK). Die Kinder reisten in einem Bus, der auf einem Markt in Dahyan in der nördlichen Provinz Saada aus der Luft angegriffen wurde.

Quelle: BBC

Neue Gräber für Kinder: Bei einem Luftangriff saudischer Kampfflugzeuge starben 29 Schulkinder. Credit: AFP- Getty

10.08.2018. Das jemenitische Gesundheitsministerium, das von der rebellischen Huthi-Bewegung geführt wurde, beziffert die Zahl der Toten mit insgesamt 43 und teilte mit, dass 61 weitere Menschen verletzt wurden.

Jemenitische Stammesälteste sagten der Associated Press, dass der Bus getroffen wurde, als er durch den Dahyan Markt fuhr. Er transportierte lokale Zivilisten, darunter viele Schulkinder. Mitarbeiter der Wohltätigkeitsorganisation „Save the Children“ erzählten, dass die Kinder von einem Picknick auf dem Rückweg zur Schule waren, als der Fahrer ihres Busses anhielt, um etwas zu trinken..

Das IKRK teilte mit, ein Krankenhaus, das in Saada unterstützt wird, habe die Leichen von 29 Kindern, alle unter 15 Jahren, und 48 Verletzten, darunter 30 Kinder, aufgenommen. Es schickte zusätzliche Hilfe ins Krankenhaus, um den Zustrom von Patienten zu bewältigen.

Houthi-run Al-Masirah TV berichtete, dass 47 Menschen getötet und 77 verwundet wurden, und zeigte die Körper kleiner Kinder, von denen einige Schuluniform trugen.

Das IKRK betonte, dass „nach dem humanitären Völkerrecht die Zivilbevölkerung während des Konflikts geschützt werden muss“, während der Generalsekretär des norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland, einen „grotesken, beschämenden“ Angriff nannte, der „krasse Missachtung der Kriegsregeln“ zeigte.

Menschenrechtsgruppen erheben überdies schwere Anschuldigungen: Märkte, Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete würden von der ausländischen Koalition immer wieder bombardiert.

Israel: Tote bei Raketenangriffen auf Gaza

Unversehens ist zwischen Israel und der palästinensischen Hamas des Gaza-Streifens der Krieg ausgebrochen. Vorangegangen war die angeblich versehentliche Ermordung palästinensicher Zivilisten durch israelische Soldaten. Auch eine schwangere junge Palästinenserin wurde gekillt.

Quellen: Haaretz, Spiegel Online

09.08.2018. An der Grenze zum Gazastreifen sind bei einem neuerlichen Gewaltausbruch mindestens drei Palästinenser getötet worden, darunter eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter. Das meldete das Gesundheitsministerium in Gaza am frühen Donnerstagmorgen. Der Vater wurde demnach bei dem Angriff in Deir al-Balah in Zentralgaza verletzt. Die 23-jährige Frau sei im neunten Monat schwanger gewesen.


Einer von mehreren israelischen Raketenangriffen auf zivile Ziele in Gaza Stadt:

Zuvor war ein Mitglied des bewaffneten Flügels der im Gazastreifen herrschenden Hamas bei einem Luftangriff auf sein Auto getötet worden. Acht weitere Palästinenser wurden dem Ministerium zufolge verletzt.

Die Palästinenserorganisation hatte nach der Tötung zweier ihrer Mitglieder durch die israelische Armee am Dienstag mit Vergeltung gedroht. Das israelische Militär glaubt, dass der Vorfall ein Missverständnis war, nachdem israelische Truppen fälschlicherweise dachten, dass ein Gewehrfeuer während einer Militärdemonstration im Gaza-Streifen auf sie gerichtet war.

Nach Angaben der israelischen Armee waren am Mittwoch rund 70 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert worden, drei Israelis wurden demnach leicht verletzt. Nach Polizei- und Armeeangaben trafen mindestens zwei Dutzend Raketen die südisraelische Stadt Sderot, ohne größeren Schaden anzurichten. Die übrigen Geschosse schlugen der Armee zufolge größtenteils auf offenem Gelände ein, elf seien abgefangen worden. Zu den Angriffen bekannte sich der bewaffnete Arm der Hamas.

Während Israel hochmoderne Raketen mit hoher Feuerkraft einsetzt, die ganze Wohnblocks in Schutt und Asche legen, sind die Raketen der Hamas vergleichsweise harmlos. Sie sind weder zielgenau noch von hoher Sprengkraft.

Ein ranghoher israelischer Kommandeur sagte am Donnerstagmorgen, das Militär stehe kurz vor dem Start einer Operation im Gazastreifen. Er schloß die Evakuierung von Gemeinden nahe der Grenze nicht aus, während die Kämpfe weitergehen.

Nimmt Elon Musk Tesla von der Börse?

Elon Musk überlegte öffentlich, den amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla von der Börse zu nehmen. In der Folge erlebte die Tesla-Aktie an den Börsen einen kräftigen Kursauftrieb. Dazu trägt auch ein Bericht bei, laut dem ein ausländischer Staatsfonds bei Tesla eingestiegen ist.

Quelle: Frankfurter Allgemeine

Elon Musk: Nimmt der exzentrische Milliardär die Tesla-Aktie wirklich von der Börse?

07.08.2018. Tesla-Chef Elon Musk verlautete über Twitter er überlege, den Elektroauto-Pionier von der Börse zu nehmen. Dabei brachte er einen Preis von 420 Dollar je Aktie ins Spiel.

Es war zunächst nicht klar, ob Musk die Erklärung ernst meint. Schließlich ist er auch für eher launische Tweets bekannt. Das Unternehmen selbst reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Anleger reagierten heftig – die Tesla-Aktie schoss zeitweise um rund sieben Prozent in die Höhe. Zuletzt lag der Kurs mit 5,5 Prozent im Plus bei gut 361 Dollar. Zu Musks vermeintlichem Kursziel wäre also noch viel Platz.

Kurz zuvor hatte bereits ein Zeitungsbericht für kräftigen Kursauftrieb gesorgt, laut dem der Staatsfonds von Saudi-Arabien bei Tesla eingestiegen ist. Der Fonds halte inzwischen drei bis fünf Prozent am Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk, berichtete die „Financial Times“ am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Damit hätte der Anteil einen aktuellen Wert zwischen 1,7 Milliarden und 2,9 Milliarden Dollar. Der über mehr als 250 Milliarden Dollar an Anlagegeldern verfügende Staatsfonds wäre damit einer der fünf größten Tesla-Aktionäre.

Tesla geht derzeit hohes Risiko mit seinem Hoffnungsträger Model 3. Geplant sind große Fabriken in China und Europa. Analysten gehen daher davon aus, dass bald eine Kapitalerhöhung nötig wird.

Elon Musk versprach Anlegern einmal mehr, dass die bislang verlustreiche Firma bald profitabel wird.

USA: Schillernde Kandidaten für die Herbstwahlen

Im Herbst stehen in den USA die wichtigen Midterm-Wahlen an, die die Mehrheitsverhältnisse in Washington zugunsten der Demokraten verändern könnten. Davor gibt es schon jetzt einige Überraschungen.

06.08.2018. Im US-Bundesstaat Michigan wird diese Woche der liberale Vorstoß getestet, die Demokratische Partei in eine fortschrittlichere und vielfältigere politische Organisation umzuwandeln. Denn eine Koalition von Basisgruppen hat sich um die „Underdog“-Kandidatur von Abdul El-Sayeds geschart.

Er soll der erste muslimische Gouverneur der USA werden. „Jeder in der progressiven „grass root“-Basis der Bevölkerung steht hinter Abdul“, sagte Neil Sroka, Sprecher von „Democracy for America“. Unterstützung kommt auch von der New Yorker Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez.

El-Sayed könnte in die Fußstapfen von Stacey Abrams treten, die als erste schwarze Frau in den USA bereits Geschichte geschrieben hat und als Spitzenkandidatin des Bundesstaates Georgia nominiert wurde und somit Gouverneur werden könnte.

Könnte als erste Hispanic Gouverneur in New York werden: Alexandria Ocasio-Cortez

Alexandria Ocasio-Cortez, 28, wiederum könnte als erste Hispanic mit hispano-amerikanischen Wurzeln den 14. Kongressbezirk New York repräsentieren, wenn sie die politische Welt mit einem Sieg über den Republikaner Joseph Crowley auf den Kopf stellt.

Das Antreten des 33-Jährigen El-Sayed ist auch ein weiterer Beweis dafür, dass die Wahlen im November zu einem wichtigen Test der Identitätspolitik werden, wenn liberale Aktivisten sich hinter schwarze, hispanische, weibliche und andere Kandidaten stellen, die marginalisierten Gemeinschaften mehr Aufmerksamkeit schenken anstatt sich darauf zu konzentrieren, Präsident Trumps Unterstützer zum Sieg zu verhelfen.

Viele von ihnen haben Firmenspenden abgelehnt, sich geweigert, über Rasse und Sexismus zu schweigen. Sie setzen sich auch für eine liberale Vision ein, die Medicare für alle, einen höheren Mindestlohn und ein Gebühren-freies College einschließt.

China: Öl aus Russland statt aus den USA

Dass China auf die erhöhten Zölle der USA für chinesische Importe reagieren würde, war absehbar. Nunmehr hat das chinesische Handelsunternehmen Unipec die Importe von Rohöl aus den USA bis mindestens Oktober zur Gänze ausgesetzt.

05.08.2018. Wie lange die Aussetzung gelten soll, ist nicht bekannt. Unipec ist die Handelsorganisation des staatlichen Ölriesen Sinopec. Dieser ist Asiens größter Raffineriebetreiber und größter Abnehmer von US-Öl.

Zuvor haben chinesische Ölhändler bereits ihre Importe aus den USA zurückgefahren. Sie wollen damit Zölle vermeiden, die die Regierung in China als Reaktion auf US-Zölle angekündigt hat.

China ersetzt die amerikanischen Lieferungen durch Öl aus Russland. Von dort fließt immer weniger Erdöl nach Europa und immer mehr nach China. Westliche Analysten führen das auf die politische Konfrontation zwischen Russland und dem Westen zurück.

Es wäre aber verfehlt zu behaupten, Russland würde den europäischen Markt aufgeben und auf China umschalten. Die Alte Welt kauft nach wie vor mehr russisches Öl als jede andere Region der Welt: 1,86 Millionen Barrel pro Tag. Dennoch: Der Trend zur Vergrößerung der russischen Öllieferungen nach Asien ist schon seit mehreren Jahren offensichtlich.

 

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Theresa May für Brexit-Gespräche in Österreich

Premierministerin Theresa May führt heute Brexit-Gespräche mit dem österreichischen Bundeskanzler, bevor sie in die Sommerferien geht. Sie ist auch Gast von Sebastian Kurz bei den Salzburger Festspielen.

Quelle: BBC

Heute in Österreich Gast von Bundeskanzler Sebastian Kurz: Die britische Premierministerin Theresa May

27.07.2018. Die britische Premierministerin Theresa May trifft heute in Österreich den derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden Sebastian Kurz zu Gesprächen über die Bedingungen des Brexit.  Am Abend ist sie Gast des österreichischen Bundeskanzlers bei den Salzburger Festspielen.

Zusätzlich zu dem Gespräch mit Kanzler Kurz wird die Premierministerin auch mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis konferieren, um ihre Vorschläge für die künftigen Beziehungen Großbritanniens zur EU zu unterstützen.

Die Reise nach Österreich ist eine von mehreren, die von britischen Regierungsmitgliedern während des Sommers gemacht werden, um ihren im Weißbuch des Brexit enthaltenen Plan für die europäischen Staats- und Regierungschefs bekannt zu machen.

Vorerst hat EU-Chefunterhändler Michel Barnier einen Kernpunkt des Plans aber abgelehnt – nämlich den britischen Zollvorschlag.

Sowohl die EU als auch das Vereinigte Königreich halten eine Einigung im Oktober für möglich – Monate bevor Großbritannien die Europäische Union im März 2019 verlassen wird. Es wurde aber auch betont, dass Vorbereitungen getroffen werden, falls die Verhandlungen nicht enden.

Der älteste lebende Mensch ist 113 Jahre alt

Der Japaner Masazo Nonaka wurde von Guinness World Records als ältester Mensch der Welt bestätigt. Am letzten Mittwoch feierte er seinen 113. Geburtstag.

Quelle: Anna Schaverien; New York Times

Masazo Nonaka: Der älteste lebende Mann hat allen Grund zum feiern

26.07.2018. Masazo Nonaka wurde 1905 auf der japanischen Insel Hokkaido geboren – im selben Jahr, in dem Albert Einstein seine Relativitätstheorie veröffentlichte und die Gebrüder Wright einige ihrer frühen motorisierten Flüge durchführten.

Das Problem der meisten Supercentenarians – Menschen, die mehr als 110 Jahre alt sind – ist, dass ihr Alter nicht validiert werden kann, wenn sie keine Geburtsurkunden und mehrere andere Dokumente aus ihrem Leben haben.

Während also Gerontologen sagen, dass die Zahl der dokumentierten Supercentenarianer, einschließlich Herrn Nonaka, bei etwa 150 liegt, könnte die nicht überprüfte Summe näher bei 1.000 liegen.

Ein Mann, der in diesem Jahr in Chile starb, behauptete, er sei 121 Jahre alt, und ein Mann, der letztes Jahr in Indonesien starb, sagte, er sei 146 Jahre alt. Aber das Alter beider Männer wurde nicht unabhängig verifiziert.

Obwohl Masazo Nonaka der älteste bestätigte lebende Mann ist, rangiert er laut der Gerontology Research Group auf deren ewiger Liste von Supercentenarians, die von Frauen dominiert wird, nur an 17. Stelle.

Am 15. April 2017 verstarb die Italienerin Emma Martina Luigia Morano-Martinuzzi im Alter von 117 Jahren in ihrem Zuhause in Pallanza. Sie war seit Mai 2016 die älteste lebende Person der Welt und der letzte lebende Mensch, der nachweislich vor dem Jahre 1900 geboren wurde. Nach ihrem Tod wurde die Jamaikanerin Violet Brown (1900–2017) die älteste lebende Person der Welt.

Der Titel „älteste Person der Welt“, die jemals authentifiziert wurde, wird noch immer von Jeanne Louise Calment aus Frankreich gehalten. Sie wurde 122 Jahre alt.

Italien kürzt Leistungen für Asylbewerber

Die italienische Regierung hat eine deutliche Kürzung der Leistungen für Asylbewerber angekündigt. Der Druck auf Deutschland steigt.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

25.07.2018. Italiens Regierung will die Leistungen für Flüchtlinge deutlich einschränken. Die derzeit 136.00 Asylbewerber in dem Land sollten künftig nur noch ein Minimum an Geld und kaum Zugang zu Integrationsmaßnahmen erhalten, ordnete Innenminister Matteo Salvini von der Regierungspartei Lega an. „Mehr Kontrollen und weniger Ausgaben. Im Bereich Zuwanderung verändern sich die Dinge endlich, wie versprochen“, erklärte er.

Laut Salvinis Anordnung sollen Integrationsmaßnahmen wie Italienischkurse und Ausbildungen sowie psychologische Betreuung denjenigen vorbehalten sein, die bereits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben. Asylbewerber harren teilweise mehr als zwei Jahre in den Aufnahmezentren aus, bevor ein solcher Bescheid ausgestellt wird.

Medienberichten zufolge sollen Asylbewerber künftig noch etwa 20 Euro täglich erhalten. Bislang erhalten sie zwischen 30 und 35 Euro täglich, in bestimmten Fällen bis zu 45 Euro. Den italienischen Staat kostet das jährlich fast drei Milliarden Euro.

Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, droht der Migrationsdruck in Deutschland zu steigen, weil hierzulande dann vergleichsweise attraktivere Konditionen für Asylbewerber geboten werden. Italien weigert sich zudem, ein Rücknahmeabkommen mit der Bundesregierung zu schließen.

Handelskrieg schadet auch US-Firmen

General Motors, Harley Davidson und Whirlpool berichten von negativen Auswirkungen des Handelskriegs, den US-Präsident Donald Trump begonnen hat. Bauern müssen mit vorerst 12 Milliarden Dollar gestützt werden. Eine Änderung der amerikanischen Handelspolitik ist vorerst nicht zu erwarten.

Quelle: REUTERS / Rachel Siegel und Hamza Shaban

25.07.2018. Einige der größten Unternehmen in Amerika schlagen Alarm. Obwohl die Wirtschaft insgesamt durchaus floriert, leiden sie bereits unter dem Handelskrieg der Trump-Regierung.

General Motors sagte am Mittwoch, dass es seinen Ausblick für das Ergebnis von 2018 zum Teil wegen der erheblichen Erhöhung der Rohstoffkosten gesenkt habe. Die GM-Aktie fiel daraufhin während des frühen Morgenhandels um mehr als 6 Prozent. US-Präsident Donald Trump hat Anfang dieses Jahres die Tarife für Aluminium und Stahl – Hauptbestandteile von Autos – eingeführt.

Der Motorrad-Hersteller Harley-Davidson meldete am Dienstag er erwarte, dass wegen der Auswirkungen der Zölle  seine operative Marge als Prozentsatz des Umsatzes gegenüber dem letzten Jahr um 9 bis 10 Prozent geringer ausfallen werde.

Whirlpool berichtete am Dienstag, dass es seine Gewinnschätzungen für das zweite Quartal nicht erreicht habe, da die Stahlpreise um 50 Prozent gestiegen seien.  Anfang dieses Jahres war noch erwartet worden, dass das Unternehmen von den Trump-Zöllen auf im Ausland hergestellte Waschmaschinen profitieren würde.

Hinsichtlich des Gewinns wies Whirlpool-Chef Marc Bitzer darauf hin, dass die Stahlkosten weltweit deutlich gestiegen seien. „Insbesondere in den USA haben sie ein unerklärliches Niveau erreicht“, sagte Bitzer.

Russland verabschiedet sich vom Dollar

Moskau verkauft den Grossteil seiner amerikanischen Staatsanleihen. Dies hat an den Märkten einen überraschenden Nebeneffekt.

Quelle:  Christian Steiner, Moskau. Neue Zürcher Zeitung

22.07.2018. Russland sei ein «guter Konkurrent», sagte der amerikanische Präsident Donald Trump am Montag beim Treffen mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin in Helsinki. Doch das Verhältnis zwischen den beiden Atommächten ist nicht so gut, wie es die beiden Männer vorgeben. Die russische Wirtschaft muss sich mit harten amerikanischen Sanktionen herumschlagen. Zudem steigt die Befürchtung, dass den Strafmassnahmen der Amerikaner noch weitere folgen könnten. Diese Ängste sind nicht unbegründet. Am Mittwochabend präsentierte der republikanische Senator John Barrasso einen Gesetzesentwurf, der neue Sanktionen gegen die Russen fordert. Besonders das Pipelineprojekt Nord Stream 2 ist dem Abgeordneten aus Wyoming ein Dorn im Auge.

Da erstaunt es nicht, dass Präsident Putin bei seiner Inauguration erklärt hat, dass sich sein Land vom Dollar lösen müsse. Bei Worten ist es nicht geblieben. Wie Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg zeigen, hat Russland in den Monaten April und Mai seine Position von amerikanischen Staatsanleihen um über 80% auf noch 14,9 Mrd. $ reduziert. Beobachter gehen davon aus, dass die Verkäufe eine unmittelbare Reaktion auf die Einführung der Sanktionen vom 6. April waren.

Treasuries werden von vielen Ländern dazu benutzt, durch eigene Handelsbilanzüberschüsse erworbene Dollar anzulegen. Im Gegenzug werden Verkäufe getätigt, um die eigene Währung zu stützen. Im Zuge der Strafmassnahmen gab der russische Rubel stark nach und brach der Aktienmarkt ein. Russland investierte die freien Milliarden vor allem in andere Währungen und in Gold.

Laut Daten des World Gold Council hielt Russland Ende Juli 1928 Tonnen Gold im Gegenwert von 78 Mrd. $ Dies sind 250 Tonnen mehr als zu Beginn des Jahres, wertmässig hingegen besass die Bank Anfang des Jahres gar etwas über 80 Mrd. $ an Gold. Der Grund dafür ist, dass der Goldpreis in den vergangenen Monaten stark nachgegeben hat. Zugelegt haben hingegen die Fremdwährungsreserven. Die russische Notenbank hält 278 Mrd. $ in fremden Valuta und besitzt damit über 10 Mrd. $ mehr Fremdwährungsreserven als zu Beginn des Jahres.

Dank des hohen Erdölpreises ist eine Unterversorgung mit Dollar kein Problem für Russland, weil es Öl und Gas großteils in US-$ fakturiert. Das Land kann es sich daher leisten, weniger Dollar zu halten. Neben berechtigten Ängsten dürfte auch die schlechte Performance der amerikanischen Staatsanleihen in diesem Jahr eine Rolle bei den Verkäufen gespielt haben.

Laut dem Fed sind Staatsanleihen im Wert von über 6 Billionen USD in ausländischen Händen. Grösster Gläubiger ist China mit 1,1 Bio. $. Die Möglichkeiten Pekings, am amerikanischen Bondmarkt für Aufsehen zu sorgen, sind ungleich grösser als jene Russlands.

Christian Steiner, Wirtschaftskorrespondent für Russland, den Kaukasus und Zentralasien, ist auch auf Twitter.